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Mareike Wielens lebt und arbeitet in Costa Rica

Brodelnde Vulkane und einsame Strände

Ahaus-Alstätte –

Spätestens um sechs ist es stockfinster. „Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen“, sagt Mareike Wielens und seufzt. Abends noch lange draußen sitzen und die laue Sommernacht genießen, das macht man in Costa Rica eher nicht. „Das vermisse ich schon ein bisschen“, berichtet die Alstätterin.

Eines der wenigen Dinge, die ihr an dem lateinamerikanischen Land nicht gefallen. Ansonsten ist die 29-Jährige von ihrer Wahlheimat vollkommen begeistert. „Costa Rica ist so vielfältig“, schwärmt Mareike Wielens. „Regenwälder, Strände, Vulkane – es gibt hier so unglaublich viel zu sehen.“ Obwohl sie nun schon eine ganze Weile in dem tropischen Land nahe dem Äquator lebt, hat sie noch viele Ziele auf ihrer Liste.

Erster Aufenthalt als Au-Pair

Im Jahr 2007 kam die junge Frau erstmals dorthin. Sie hatte eine Ausbildung zur Fremdsprachenassistentin absolviert und erste Berufserfahrung gesammelt. Um ihre Spanisch-Kenntnisse zu vertiefen, bewarb sie sich um einen Job als Au-Pair. „Ich wollte gerne nach Lateinamerika. Dass es ausgerechnet Costa Rica wurde, war eher ein Zufall“, berichtet sie. 14 Monate blieb sie – und als sie am Ende in den Flieger nach Hause stieg, war klar: Irgendwann wird sie zurückkehren.

Im Jahr 2013 sollte es dann so weit sein. Mareike Wielens hatte inzwischen studiert – International Business Management in den Niederlanden – und an verschiedenen Orten in der Welt gearbeitet. Gezielt hielt sie Ausschau nach einer Stelle in Costa Rica. „Es war gar nicht so leicht, etwas zu finden.“ Dann kam ein Angebot von einer Firma nahe San José – und sie ergriff die Chance.

In der Zielgebietsagentur leitet Mareike Wielens inzwischen die Verkaufsabteilung. Das Unternehmen erstellt individuelle Reisen in Costa Rica und den umliegenden Ländern, hauptsächlich auf dem deutschen Markt. Die 29-Jährige entwickelt zum Beispiel Verkaufsstrategien oder inspiziert Hotels.

An ihren freien Tagen bricht sie dann selbst gerne auf, um das Land zu erkunden. Ob Dschungel oder einsamer Strand: „Das ist der totale Kontrast zum Arbeitsleben“, sagt Mareike Wielens. Unterwegs ist sie meistens mit Freunden. Mittlerweile hat sie sich einen festen Kreis aufgebaut, zu dem vor allem Einheimische gehören. „Das hat lange gedauert“, berichtet sie. „Die Leute sehen einen erstmal als Touristin.“

secluded beach at playa Tambor
secluded beach at Playa Tambor

„Ticos“ sind offen und hilfsbereit

Die Menschen in Costa Rica erlebt Mareike Wielens als sehr freundlich, hilfsbereit, offen und entspannt. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass jemand im Bus singt.“ Und: „Schnell kommt man mit den ‚Ticos‘ in Kontakt, sei es auf Wochenendausflügen, Events oder in den Bars.“ Das Leben in Costa Rica sei allerdings verhältnismäßig teuer, von Lebensmittel über Kleidung und Miete bis hin zu Autos – „da ist es von Vorteil, wenn man sich nur selbst versorgen muss“.

So sehr ihr der Aufenthalt in der Ferne gefällt: Für die 29-Jährige ist klar, dass sie irgendwann nach Deutschland zurückkehren will. „Da ist es auch sehr schön – das weiß man zu schätzen, wenn man im Ausland gelebt hat.“ Am liebsten würde sie in den Süden, nach München. „Zu den Biergärten“, sagt sie und lacht. Da kann man abends lange draußen sitzen . ..

Article released in Westfaelische Nachrichten on January 2016

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